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Mutoto e.V. |
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Der Verein Mutoto e.V. besteht seit 2000. Der Vereinsgründung voraus ging eine Recherchereise nach Kongo des derzeitigen Vorsitzenden Richard Nawezi im Jahr 1998, nachdem und auch in Deutschland die Grundlagen und die Zielsetzung für die Vereinsarbeit entwickelt wurden. Seitdem arbeitet der Verein kontinuierlich und innovativ an der Umsetzung seiner Ziele.
Ziele sind unter anderem, ein reales Bild von Afrika am konkreten Beispiel zu vermitteln, persönliche Kontakte herzustellen, die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, um Hemmschwellen zu überwinden und bildungspolitisch tätig zu sein, um die Voraussetzungen für Austauschprojekte zu verbessern. Im Kongo wird der Bau eines Kinderzentrums mit Schule, Ausbildungswerkstätten und einem Kulturzentrum vorangetrieben (in Bau seit 2003).
Mutoto e.V. entwickelt seit der Gründung vielfältige und modellhafte Projekte.
Darunter sind Ausstellungen, die Initiierung und langfristige Begleitung von Schulpartnerschaften, die Organisation und Durchführung von interkulturellen Austauschprojekten mit Kongo, regelmäßigen Veranstaltungen und Infoveranstaltungen wie der Mutoto-Party, Medien und die Organisation von Infoständen bei öffentlichen Veranstaltungen. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene; Menschen, die sich für Eine-Welt-Arbeit interessieren, aber auch Menschen, die sich noch nicht mit diesem Thema beschäftigt haben
Politische Situation
Der Kongo, Ex-Zaire, früher belgische Kolonie, ist der "Herzkranke" des afrikanischen Kontinents seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1960. Der Präsident Joseph Desire Mobutu übernahm durch einen Putsch im Jahr 1965 die Macht und behielt sie, bis er im Jahre 1997 von Laurent Desire Kabila entmachtet wurde. Laurent Desire Kabila regierte dann die Trümmer, oder das, was von der kongolesischen Staat übrig geblieben war. Als Kabila die Macht übernahm wurde er militärisch von Ruanda, Burundi und Uganda unterstützt. Diese Länder wollten mehr Einfluss auf Kongo gewinnen und dies wollte Kabila nicht. So brach 1998 der Krieg aus. Seitdem ist die Demokratische Republik Kongo geteilt. Den Westen des Landes beherrscht die kongolesische Regierung, gestützt von Simbabwe, Namibia und Angola. Der Osten und Norden wird von verschiedenen Rebellenbewegungen beherrscht, die von Ruanda, Burundi und Uganda unterstützt werden.
Kabila wurde im Januar 2001 umgebracht. Dann wurde sein Sohn Joseph Kabila zum Präsidenten des Landes ernannt. Diese Situation hat einen Flüchtlingsstrom in Richtung Südost verursacht.
Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef liegt die Zahl der Kriegsvertriebenen im gesamten Land inzwischen bei über einer Million.
Seit Beginn des Krieges im Jahre 1998 sind mindestens 2,5 Millionen Menschen aufgrund von Kriegsfolgen gestorben. Ärzten zufolge sind 85 Prozent der Opfer Zivilisten und die Hälfte davon Kinder. Unter Kindern sei eine dramatische Ausbreitung von Epidemien zu verzeichnen. |
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